
Pressemitteilung RAL 1015 - taxinews (Ausgabe März/April 08)
Robertha, das Nachschlagewerk für alle Berliner Taxifahrer, ist jetzt in dritter aktualisierter und verbesserter Auflage heraus gekommen. Es steht wieder alles drin, was Berlin an ansteuerbaren Adressen zu bieten hat: Geldautomaten, Unterkünfte, Ausgehadressen und manches Andere, sortiert nach Alphabet, Bezirk oder Geschmacksrichtung, je nach dem.
Die Fülle der gesammelten Informationen ist noch umfangreicher geworden. Der Findefaktor hat nicht darunter gelitten. Durch ein verbessertes Layout ist das Ganze recht übersichtlich geblieben. Die Schrift ist kleiner, enger und besser lesbar geworden. Das Format des Handbuchs ist handschuhfachfreundlich gleich geblieben bei gestiegenem Informationsgehalt. Sogar ein paar Bilder, Witze und Anzeigen haben noch Platz gefunden.
Als Lebenshilfe für den geplagten Kutscher ist in der Neuauflage diesmal der Text eines Verkehrspsychologen mit dem Titel „Kutscher trifft Psycho“ enthalten. Darin werden Tipps zum Verständnis und zum angemessenen Umgang mit seltsamen Fahrgästen gegeben. Der Autor gehört einer psychologischen Lehrmeinung an, die ohne Couch und Anleihen aus der griechischen Mythologie auskommt. Die klassische Gesprächseröffnung, frei nach Woody Allen: „Sie sind also ganz normal – wollen Ihre Mutter heiraten und Ihren Vater umbringen...“ kommt nicht vor. Der in Form eines kleinen Selbsttests gefasste Artikel ist für den normal begabten Taxifahrer mit der Fähigkeit zur Reflexion sicher ganz hilfreich und erhellend. Was jedoch passieren kann, wenn ein seltsamer Fahrgast an einen seltsamen Taxifahrer gerät, die beide noch nie etwas von den Segnungen der klientenzentrierten Gesprächstherapie erfahren haben, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen.
Ein weiterer Textbeitrag über das Verhalten nach einem Verkehrsunfall enthält lauter Allgemeingut, das jeder Taxifahrer auch ohne Robertha beherrschen sollte. Aber selbst einfachste Handlungsanweisungen kann man wohl nicht oft genug zum Besten geben. Die Seite mit den sonstigen Adressen und Taxischulen ist stark verbesserungswürdig in Sachen Vollständigkeit und Aktualität.
Robertha, das Berliner Taxihandbuch, gehört auch in seiner Ausgabe 2008 wieder in jedes Taxi. Die 4,90 € seines Preises ist es jeden Cent wert. Zu kaufen ist es an vielen Brennpunkten des Berliner Taxiwesens.
Wilfried Hochfeld
Pressemitteilung RAL1015 (Ausgabe April/Mai 07)
Soeben ist das Berliner Taxihandbuch Robertha in aktualisierter, überarbeiteter Neuauflage für das Jahr 2007 erschienen. Das "Rollende Berliner Taxihandbuch", dessen Ausgabe 2007 im Untertitel nur noch Berliner Taxihandbuch heißt, ist im Format kleiner geworden, dafür aber dicker. Es passt jetzt besser ins Handschuhfach. Die Verlegerin, Herausgeberin und Autorin Christina Praus und ihre Helfer haben ihre Ankündigung wahr gemacht, dieses für Taxifahrer unentbehrliche Standardwerk periodisch zu aktualisieren und neu herauszubringen.
Was steht drin? Die Ortsteile der neu geordneten Bezirke (neu), die Standorte von Geldautomaten, Adressen von Unterkünften in Berlin und Umgebung, Ausgehadressen/Veranstaltungsorte, Bühnen, Kinos, Museen und Sehenswürdigkeiten, Adressen zum Essen gehen, sortiert nach Nationalität der Küche von afrikanisch bis zypriotisch und sortiert nach anderen Besonderheiten, wie alkoholfrei, vegetarisch, am Wasser oder mit Kamit, Lustadressen, Adressen zum Tanzen gehen, sortiert nach Wochentagen, an denen sie geöffnet sind, eine Rubrik "nach Ladenschluss", die Botschaften aller Herren Länder, die Landesvertretungen, die Gerichte und Knäste, Firmenstandorte, Kantinen, eine kurze Entfernungsliste für die Kalkulation von Fernfahrten, die fest installierten Blitzer, ein Auszug aus dem Bußgeldkatalog, ein kurzer Veranstaltungskalender für 2007, die Krankenhäuser und 1.-Hilfestellen, ein paar Notfalltelefonnummern, Formulare für Notizen nach einem Überfall und Schuldschein für zahlungsunfähige Fahrgäste und zu guter Letzt die Polizeiwachen.
Der Adressenteil ist umfangreicher und differenzierter geworden. Die Lebenshilfe für Taxifahrer in Form kurzer Texte und die Halteplatzliste sind nicht in der Neuauflage übernommen worden. Schadet nichts. Das lernt jeder Kutscher im Funkkurs oder von seinem Chef. Der praktische Nährwet von Robertha, dem Berliner Taxihandbuch, ist unbezahlbar. Trotzdem kostet es nur 4,90 €. Zu kaufen gibt es Robertha in den Geschäftsstellen der beiden Gewerbevertretungen, an weiteren Brennpunkten des Berliner Taxigewerbes und in vielen größeren Taxibetrieben. Den vollständigen Händlernachweis gibt es unter www.taxihandbuch.com.
Wilfried Hochfeld
Der Titel sieht etwas gequält aus, macht aber Sinn. Rollendes Berliner Taxihandbuch lautet die Langversion des Kunstwortes. Das Buch enthält die Standorte der Berliner Geldautomaten, Unterkünfte von Jugendherbergen bis Luxushotel (auch Umland), Veranstaltungsorte von Freizeitheim bis Deutschlandhalle und Krankenhäuser von Privatklinik bis Bettenburg. Außerdem stehen die Taxihalteplätze drin mit Datenfunkkennung und Funkkanal der etablierten Funkgesellschaften. Die Telefonnummern der Säulen (falls vorhanden) sind nicht erwähnt. Das Buch ist für Taxifahrer, nicht für Fahrgäste.
Zur schnellen Preisbestimmung für Fernfahrten gibt es eine Entfernungsliste, sortiert von Aachen bis Zwickau mit kurzer Wegangabe. Unter "Sonstiges" enthält das Buch Hinweise auf Berliner Blitzampeln und in kurzen Texten Lebenshilfe für Taxifahrer, wie den Umgang mit Fundsachen, geschriebene und ungeschriebene Gesetze unter Taxikollegen und ein paar Bemerkungen zum Thema Kopfgeldzahlungen gewisser "Clubs" an Kutscher.
Ganz zum Schluss gibt es praktische Erste Hilfe für unschöne Vorfälle mit Fahrgästen. Tipps zum Verhalten, Notfallrufnummern, Polizeiwachen, Erste-Hilfe-Stationen mit kleinem Lageplan, Vordrucke für Personenbeschreibungen bei Überfall und Schuldschein für zahlungsunfähige Fahrgäste.
Das Ganze hat die Autorin Christina Praus in akribischer Kleinarbeit und unter "grandioser Mitarbeit", wie sie in der Danksagung schreibt, in übersichtliche, für Taxifahrer brauchbare Form gebracht. Was für eine Heidenarbeit es gewesen sein muss, ist garnicht zu ermessen. Unter der Rubrik "Tanzen gehen" sind die entsprechenden Clubs und Discos extra noch einmal nach Wochentage, an denen sie offen haben, sortiert.
Das Werk gibt es für lächerliche 4,80 Euro an ausgewählten Stellen zu kaufen. Das gehört in jedes Taxi. Zum Leidwesen aller Taxifahrer ändern Clubs, Hotels und Krankenhäuser alle naselang ihre Daseinsform. Deshalb plant Frau Praus alle zwei Jahre eine Neuausgabe. Wir wünschen ihr und ihren Helfern, dass sie die Recherche der Vergnügungsstätten mit ein wenig Eigenvergnügen verbinden können und dass das Werk als "der Praus" - oder besser - "die Praus" in die Literaturgeschichte eingeht.
Wilfried Hochfeld
